Das Karate - Die leere Hand
Der heutige moderne Sport - Karate, wurde vom Meister Gichin Funakoshi entwickelt. Bei uns im BCV wird der Stil: Shorin - Ryu Seibukan Karate Do trainiert, das ist ein ursprüngliche Stil aus Okinawa, aus dem viele neuzeitliche Stile entstanden sind. Sowie das in Europa meist bekannte Shotokan.Das Karatetraining unterscheidet sich in vier Einheiten. Es besteht in erster Linie aus:
Dem Grundschultraining "KIHON". Dieses Training ist zum Erlernen der Grundtechnik bis zur Verfeinerung der Schritte und Stellungen gedacht.
Die "erweiterte Grundschule" wird KIHON IPPON KUMITE genannt. Diese Einheit sieht vor, das Gespür für Distanz und Timing zu finden und zu verfeinern. Man stelle sich vor, dass zwei Karatekas sich gegenüber aufstellen und miteinander trainieren. Das heisst, einer von beiden startet den Angriff und der Partner versucht diesen zu blocken oder ihm auszuweichen.
Die dritte Form ist die Königsklasse des Karate. In ihr werden Gefühl, Präzision und Kraft vereint. Diese Form wird KATA genannt. Die Kata symbolisiert einen imaginären Kampf gegen einen oder mehrere Gegner. Dieser Kampf ist eigentlich nur das Sinnbild dieser Form um die Bewegungen zu erklären. Eigentlich findet der Kampf nur mit sich selbst statt, das heisst, man versucht die Kata so präzise und dynamisch wie möglich zu vollenden. Die Kata hat also eine feste Folge von Techniken und Abläufen welche in jeder Kampfsportart in irgendeiner Form zu finden ist.
Die letzte Disziplin ist eine Ableitung der Kata.
Das "KUMITE" ist eine Kombination aus allen vorher genannten, es beruht auf der Kombination von Kihon, dem Timing aus dem Ippon Kumite und der Kraft und Präzision der Kata. Hinzu kommt, dass der Trainingspartner selber "denkt" und somit der Kampf auch keine Abmachung ist.
Meister Gichin Funakoshi schrieb hierzu:
So wie die blanke Oberfläche eines Spiegels alles wiedergibt was vor ihm steht, und wie ein stilles Tal das selbst den schwächsten Laut weiterträgt, soll der Karateschüler sein inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um in allem was ihm begegnen könnte, angemessen zu handeln.
